"Alle Dinge sind schwer bevor sie leicht werden."  – Thomas Fuller

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Die Integrative Lerntherapie ist eine pädagogisch-psychologische Förderung für Kinder mit Lern- und Leistungsstörungen oder Lernschwächen. In der Lerntherapie stehen die Kompetenzen und Stärken im Vordergrund. Diese positive Sicht fördert die Motivation und das Vertrauen, Lern- und Leistungsschwierigkeiten überwinden zu können. Es werden genau die Methoden und Materialien ausgewählt, die dem Kind entsprechen und seiner individuellen Förderung dienen.

In der Diagnostik werden die Lernstruktur und die Lernvoraussetzungen des Kindes analysiert. Gemeinsam mit dem Kind und seinen Eltern werden kurz- und langfristige Therapieziele und die dahin führenden therapeutischen Schritte individuell besprochen und festgelegt. Das Kind wird „abgeholt, wo es steht“ und mit fachdidaktisch fundierten Hilfestellungen und unter Vermeidung von Über- oder Unterforderung auf die nächst höhere Kompetenzstufe geführt. Erfolgserlebnisse können dann den Weg zu einer positiven Lernstruktur ebnen.

 

Die Integrative Lerntherapie wird zumeist von Kindern mit Lese-Rechtschreibschwäche (LRS), Rechenschwäche, Wahrnehmungsstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten und Motivationsproblemen in Anspruch genommen. 

Integriert werden Elemente aus der Gesprächs-, Verhaltens- und Gestalttherapie, dem Neurolinguistischen Programmieren (NLP),

der Heilpädagogik, der Sensorischen Integrationstherapie, Ergotherapie und Kinesiologie, speziellen PC-Lernprogrammen sowie Methoden, die aus dem Schulunterricht bekannt sind.

 

Die Vielfalt der Vorgehensweisen orientiert sich an den Lernvoraussetzungen, der Lebenslage und der Persönlichkeit des Kindes, seinen Bedürfnissen, Schwierigkeiten und Stärken sowie an den gesetzten Zielen. Da integrative Lerntherapie eine sehr individuelle Lehr- und Lernform ist, findet sie in Einzelförderung oder in Kleinstgruppen statt.